PULP FICTION

Mittwoch, 14. Juni 2017

(USA 1994) R: Quentin Tarantino D: John Travolta, Uma Thurman, Samuel L. Jackson, Bruce Willis, Harvey Keitel, Tim Roth, Amanda Plummer, Ving Rhames (154 min)

Episoden aus der Unterwelt von Los Angeles: Zwei Killer müssen eine Leiche loswerden, ein Pärchen überfällt ein Restaurant und ein alternder Boxer riskiert sein Leben für seine vom Vater vererbte Uhr. „The thing is that I steal from every movie ever made“, bekennt Quentin Tarantino. Pulp, das ist jenes billige Papier, auf dem die Geschichten von Chandler und Hammett in den 1920ern gedruckt wurden: „Pulp Fiction“, endlose Spaßmaschine und wahrer Kultfilm, ist auch und vor allem ein Fest für John Travolta und seine Fans.

PER ANHALTER DURCH DIE GALAXIS

Donnerstag, 15. Juni 2017

(USA/GB 2004) R: Garth Jennings D: Martin Freeman, Mos Def, Sam Rockwell, Zooey Deschanel, John Malkovich, Anna Chancellor (110 min)

Nach der Pulverisierung der Erde tritt Arthur Dent im grüngestreiften Schlafmantel zu einer Reise durchs Universum an: Unterwegs begegnet er seiner Traumfrau (wieder) und bekommt es mit einem vertrottelten Raumfahrer, einem schwer depressiven Roboter und den schiachen Vogonen zu tun. – Entspannt absurde Adaption des lässigen Kultromans von Douglas Adams.

©TOUCHSTONE PICTURES & SPYGLASS ENTERTAINMENT, LLC. ALL RIGHTS RESERVED.

MIDNIGHT EXPRESS

Freitag, 16. Juni 2017

(USA/GB 1978) R: Alan Parker D: Brad Davis, Irene Miracle, Bo Hopkins, Paolo Bonacelli, Paul L. Smith (121 min)

Die packende Geschichte eines Amerikaners, der im Nahen Osten wegen des Besitzes von Drogen zu 30 Jahren Gefängnis verurteilt wird. Unbeschreibliche Qualen werden ihm zur Gewohnheit, bis er nicht mehr kann. Freiheit oder Sterben, das ist seine letzte Alternative.

STAR WARS VII – DAS ERWACHEN DER MACHT

Samstag, 17. Juni 2017

(USA 2015) R: J.J. Abrams D: Daisy Ridley, John Boyega, Adam Driver,Domhnall Gleeson, Oscar Isaac, Carrie Fisher, Harrison Ford (136 min)

Und wieder: Helm ab zum Gebet – zur Versammlung im Ritual, zugleich Einsatz von Steuerungstechniken in allen Registern. In Ehrfurcht vor den Altvorderen – Master Lucas, Skywalker Hamill, Harrison Solo, die ass-kicking Princess – sammeln sich junge Kreativhipster. Das Team um J.J. Abrams brilliert mit „Star Wars: The Force Awakens“ nicht zuletzt im Einheimsen von triggered responses bei Leuten, die zum „Krieg der Sterne“-Auftakt 1977 kinoreif waren. Die sitzen heute neben (ihren) Kindern und Enkerln, erfreut durch exakte Nachbauten alter Sound- und Raum(schiff)designs. Episode VII emuliert penibel Episode IV (ihrerseits Schlüsselfrühwerk der sogenannten Postmoderne und Abguss alter B-Filme): Fast jede Szene ist Variation einer 39 Jahre alten. „Konventionell“ heißt jetzt wieder „mythisch“.

© 2015 Lucasfilm Ltd. & TM. All Right Reserved

DALLAS BUYERS CLUB

Sonntag, 18. Juni 2017

(USA 2013) R: Jean-Marc Vallée D: Matthew McConaughey, Jared Leto, Jennifer Garner, Steve Zahn (116 min)

Wie am Schnürchen abrollendes Drama um homophoben Rodeocowboy, der Mitte der 1980er mit der Diagnose Aids und seinem baldigen Ende konfrontiert wird – daraufhin aber gemeinsam mit dem „transidentischen“ Rayon einen schwungvollen Arzneimittelimport aus Mexiko aufzieht und so dem Schicksal trotzt. Etwas altbackenes Erzählkino, beeindruckend dabei: die Darstellung von (Ex-)Schönling Matthew McConaughey, der sich für die Rolle dieses Ron Woodroof auf 61 Kilo heruntergehungert hat und – ebenso wie Jared Leto – mit einem Oscar ausgezeichnet wurde.

© Thimfilm

ICH UND KAMINSKI

Montag, 19. Juni 2017

(D 2015) R: Wolfgang Becker D: Daniel Brühl, Jesper Christensen, Amira Casar, Denis Lavant, Jördis Triebel, Geraldine Chaplin, Jan Decleir, Josef Hader (118 min)

Ein schnöseliger Kulturjournalist drängt sich einem vermeintlich blinden, zurückgezogen in den Schweizer Alpen lebenden Maler als Biograf auf. Die Begegnung der zwei nicht allzu sympathischen Zeitgenossen, die Daniel Kehlmann in seinem Roman „Ich und Kaminski“ verewigt hat, steht auch in Wolfgang Beckers gleichnamigem Kinofilm keineswegs für den Anfang einer wunderbaren Freundschaft, sondern ist Auftakt zu einem schelmischen Roadmovie mit großer Besetzung. Beckers erster Film seit „Good Bye, Lenin!“, der Brühl 2003 (!) zum Star und absoluten Darling des deutschen Films machte.

© Filmladen Filmverleih

ZIEMLICH BESTE FREUNDE

Dienstag, 20. Juni 2017

(F 2011) R: Eric Toledano, Olivier Nakache D: Francois Cluzet, Omar Sy, Anne Le Ny, Audrey Fleurot (112 min)

Männerfreundschaft zwischen Millionär und Underdog: Der gutsituierte, querschnittgelähmte Philippe engagiert den gerade aus dem Gefängnis entlassenen Driss  für zwei Wochen als Pfleger, quasi auf Bewährung … Erfolgreichster französischer Film überhaupt!

DER HUNDERTJÄHRIGE, DER AUS DEM FENSTER STIEG UND VERSCHWAND

Mittwoch, 21. Juni 2017

(SE 2013) R: Felix Herngren D: Robert Gustafsson, Iwar Wiklander, David Wiberg (114 min)

Allan Karlsson hat Geburtstag. Er wird 100 Jahre alt. Doch anstatt sich auf die geplante Geburtstagsfeier zu freuen, verschwindet er lieber kurzerhand aus dem Altersheim und macht sich in seinen Pantoffeln auf den Weg zum örtlichen Busbahnhof. Raus aus der Langeweile und rein in ein neues Abenteuer, dass ist Allans Ziel. Während seiner Reise kommt er erst zu einem riesigen Vermögen, findet neue Freunde und trifft auf Gauner, Ganoven und Kriminelle, bevor er sich mit Elefantendame Sonja auf den Weg nach Indonesien macht. All das ist für Allan aber schon lange nichts Besonderes mehr, hat er doch die letzten 100 Jahre maßgeblich dazu beigetragen das politische Geschehen in der Welt unbewusst auf den Kopf zu stellen…

GRUBER GEHT

Donnerstag, 22. Juni 2017

(Ö 2015) R: Marie Kreutzer D: Manuel Rubey, Bernadette Heerwagen, Doris Schretzmayer, Harald Windisch, Pia Hierzegger (104 min)

Werbefuzzi Johnny Gruber – glatte Schale, hohler Kern – erfährt seine Menschwerdung: Jobverlust, Krebsdiagnose, schwangere Zufallsbekannte und ein paar Bob-Dylan-Songs helfen dabei. Routiniert in Szene gesetzte Verfilmung des Debütromans von Doris Knecht, an der vor allem Manuel Rubeys entspannte Vorstellung in der Rolle des Titel-Ekels überzeugt.

© Thimfilm

WHO AM I? – KEIN SYSTEM IST SICHER

Freitag, 23. Juni 2017

(D 2014) R: Baran bo Odar D: Tom Schilling, Elyas M’Barek, Hannah Herzsprung, Wotan Wilke Möhring, Trine Dyrholm (103 min)

Schüchti Benjamin und Charismatiker Max gründen in Berlin die subversive Hackergruppe CLAY (Clowns Laughing @ You) und geraten bald ins Visier junger attraktiver Frauen und hartnäckiger Fahnder. Der Titel dieses Krimis leitet sich vom Unix-Kommando whoami ab, das auf Betriebssystemebene den Namen des Benutzerkontos ausgibt.

© Sony